Beratung für Angehörige
Einstieg
Wenn ein Mensch, den du liebst, die Kontrolle verliert, leidest du mit.
Du fragst dich vielleicht: Warum lügt er? Warum hört sie nicht auf? Warum reichen Liebe, Gespräche, Tränen und Versprechen nicht? Warum zerstört dieser Mensch sich selbst – und gleichzeitig auch so viel im Umfeld?
Als Angehörige oder Angehöriger steht man oft zwischen Hoffnung, Wut, Angst, Schuldgefühlen und völliger Erschöpfung.
Du bist nicht allein
Angehörige tragen oft unglaublich viel. Sie organisieren, retten, kontrollieren, entschuldigen, hoffen und brechen innerlich fast zusammen.
Ich kenne beide Seiten: die Seite des Betroffenen – und die Auswirkungen auf Familie, Partner, Kinder und Freunde.
Genau deshalb ist mir wichtig: Angehörige brauchen ebenfalls Unterstützung.
Worum es in der Beratung geht
Wir schauen gemeinsam:
· Was passiert gerade wirklich?
· Welche Dynamiken wiederholen sich?
· Wo übernimmst du zu viel Verantwortung?
· Wo brauchst du klare Grenzen?
· Was kannst du tun – und was liegt nicht in deiner Kontrolle?
· Wie kannst du wieder Kraft gewinnen?
· Welche nächsten Schritte sind sinnvoll?
Keine Schuld, sondern Klarheit
In der Beratung geht es nicht darum, jemanden zu verurteilen. Weder dich noch die betroffene Person.
Es geht darum, die Situation besser zu verstehen, aus der Hilflosigkeit herauszukommen und wieder handlungsfähig zu werden.
Manchmal bedeutet Hilfe, da zu sein. Manchmal bedeutet Hilfe, Grenzen zu setzen. Manchmal bedeutet Hilfe, nicht mehr alles zu retten.
Für wen ist das Angebot?
Für Eltern, Partnerinnen, Partner, Geschwister, Freunde oder andere nahe Bezugspersonen, die mit Konsum, Sucht, Rückfällen oder destruktivem Verhalten eines geliebten Menschen konfrontiert sind.
Wenn du nicht mehr weiterweisst, musst du damit nicht allein bleiben.